Der Foam Roller hilft dir, nach dem Training schnell wieder fit zu werden, Schmerzen und Muskelverhärtungen zu lösen und beweglicher zu sein.

Foam Roller – So rollst du dich gesund und fit

Es ist mittlerweile kein Geheimnis mehr, dass deine Muskeln nicht im Training wachsen, sondern in der Regenerationsphase.

Dabei gibt es viele Möglichkeiten die Regeneration zu optimieren und zu beschleunigen: Wechselduschen, Saunieren, qualitativ hochwertige Ernährung oder viel Schlaf. Außerdem sind Massagen eine Wohltat für deine Muskulatur.

Damit du aber nicht nach jedem Training zum Physiotherapeuten musst, gibt es dafür ein nützliches Trainingstool – den Foam Roller.

Was ist der Foam Roller?

Der Foam Roller, oder auch Pilatesrolle, ist eine Hartschaumrolle für die Eigenmassage der Muskeln und Faszien (self-myofascial-release). Das Foam Rolling funktioniert nach dem Prinzip der autogenen Inhibition.

Die Massage übt dabei einen Reiz auf die Golgi-Sehnen-Organe aus, die Spannungs- und Kraftänderungen im Muskelsehnenübergang registrieren und eine Reduzierung der Muskelspannung veranlassen. Die Muskeln und das Gewebe beginnen sich zu entspannen.

Was passiert beim Foam Rolling?

Beim Foam Rolling wird der verspannte Muskel mit der Hartschaumrolle behandelt. Unter dem Druck des eigenen Körpergewichts oder einem Teil davon wird eine bestimmte Stelle etwa 30 bis 60 Sekunden „abgerollt“.

Die Übungen funktionieren im Liegen, Sitzen und im Stehen (z.B. an der Wand). Einige davon haben wir dir schon im Beitrag “Dein Weltmeister-Workout für zuhause” erklärt.

Bei der Massage trifft man oft auf sogenannte Triggerpunkte (lokale Muskelverhärtungen). Wer schon einmal eine Triggerpunktbehandlung beim Physiotherapeuten bekommen hat, der weiß, dass diese Punkte recht schmerzhaft sein können.

Kurz gesagt: Bei der Eigenmassage mit dem Foam Roller ist mit leichten Schmerzen zu rechnen. Starke Verspannungen finden sich vor allem in Waden- und Oberschenkelmuskulatur, sowie im Schulter-Nackenbereich.

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Warum solltest du den Foam Roller nutzen?

Mit den Übungen erzielst du eine Entspannung im Muskel, was viele positive Effekte auf die biomechanischen, physiologischen, neurologischen und psychologischen Systeme des Körpers mit sich bringt.

Einige der Vorteile des Foam Rollers sind:

  • Steigerung des Wohlbefindens, da Triggerpunktaktivitäten und Schmerzen reduziert werden.
  • Verbesserte Beweglichkeit der Gelenke, durch die Lösung der Muskelverhärtungen.
  • Erhöhte Blutzirkulation und Nährstoffversorgung im behandelten Bereich.
  • Gesteigerte Leistungsfähigkeit aufgrund der Verbesserung des neuromuskulären Zusammenspiels.
  • Verbessertes Verhältnis von Energiespeicherung und –abgabe im Muskel, was deine Kraft zusätzlich erhöht.

Wer kann den Foam Roller nutzen?

Der Foam Roller gewinnt zunehmend an Popularität. Sie wird in Physiotherapien, Reha-Einrichtungen oder auch von Fußballteams genutzt. Der Anwendungsbereich ist vielfältig und reicht vom Anfänger bis zum Profi.

Foam Rolling ist jederzeit durchführbar: vor und nach dem Training oder auch an trainingsfreien Tagen.

Wer sollte auf das Foam Rolling besser verzichten?

Menschen mit starken Verspannungen oder Bewegungseinschränkungen sollten sich dennoch in professionelle Hände begeben.

Der Foam Roller soll hier nicht als Wunderwaffe angepriesen werden und ersetzt auch keinen geschulten Physiotherapeuten. Sie ist lediglich eine nützliche Erweiterung in deinem Trainingsrepertoire.

Was sind Risiken bei der Anwendung des Foam Rollers?

Risiken liegen auch beim Foam Rolling in der Übungsausführung. Die Ausgangsstellungen verlangen eine gute Haltung und Körperspannung.

Die Schmerzen im Muskel sollten nicht zu groß sein. Für starke Verspannungen und Schmerzen gibt es unterschiedliche Härtegrade der Schaumstoffrolle.

Einige Übungen belasten die Handgelenke. Besonders Menschen mit Übergewicht sollten hierauf verzichten, da der Körperwiderstand zu hoch sein kann.

Als Alternativen zum Foam Roller dienen Massagebälle, Massageroller sowie Sportzubehör wie Tennis- und Golfbälle.

Was hältst du von dem Foam Roller? Hast du bereits Erfahrungen gesammelt? Wir freuen uns über deinen Kommentar!

Bildnachweis: ©Depositphotos_lunamarina

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