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Hier erfährst Du, worauf Du bei Deinem Saunabesuch achten solltest und was Dich in der Sauna erwartet

Alles Wissenswerte rund ums Saunieren

Hier erfährst du, worauf du bei deinem Saunabesuch achten solltest und was dich in der Sauna erwartet

Eine Sauna (manchmal auch Schwitzstube oder finnisches Bad genannt) ist ein auf hohe Temperaturen erwärmter Raum, in dem ein Schwitzbad genommen wird. Der Raum ist meist mit Holz ausgekleidet und verfügt über Sitzbänke in zwei Stufen.

In regelmäßigen Abständen erfolgt der sogenannte Aufguss. Dabei wird Wasser auf die heißen Steine gegossen, die auf dem Saunaofen liegen. Dadurch entsteht die Luftfeuchtigkeit und somit die hohe gefühlte Temperatur. Teilweise werden dem Aufguss zusätzlich ätherische Öle beigemischt.

Dem regelmäßigen Besuch in der Sauna werden positive Effekte auf Körper und Geist nachgesagt. Daher erfreut sich der Saunabesuch in Deutschland großer Beliebtheit. Was die Sauna uns Gutes tun kann und wer vor einem Saunabesuch noch einmal mit seinem Arzt sprechen oder von vornherein einen großen Bogen um die Schwitzstuben machen sollte, erfährst du übrigens in unserem Artikel Wann ein Saunabesuch gesund für Körper und Geist ist.

Hierzulande gibt es häufig gemischte Saunen, in denen Frauen und Männer gemeinsam saunieren. Da wir hierzulande die Sauna in der Regel unbekleidet betreten, solltest du dir darüber bewusst sein. Wenn dir das unangenehm ist, gibt es häufig zudem getrennte Saunen bzw. Zeiten, in denen die Sauna für – in der Regel – Frauen reserviert ist.

Ausnahme dazu bilden die sogenannten Textilsaunen, in denen du mit Badekleidung saunieren kannst.

Mit Filzhut und Peitsche zum Geschäftstermin in die Sauna

Jetzt sind wir vollkommen verrückt geworden, meinst du? Dann muss ich dich enttäuschen, denn nicht wir sind hier die Verrückten, sondern offenbar die “fanatischen” Saunagänger. Denn in den verschiedenen Ländern gibt es auch den einen oder anderen ulkigen Brauch.

In Skandinavien und im russischen Raum hat die Sauna zum Beispiel eine große Bedeutung bei der Pflege sozialer Kontakte. Es ist dort sogar unter Geschäftsleuten üblich, sich in der Sauna zu treffen, um geschäftliche Entscheidungen zu treffen. In Deutschland ist die Konversation mit anderen übrigens aber eher selten und man bleibt meist für sich.

“Wo bin ich denn hier gelandet?!”, magst du dich fragen, wenn du in der Sauna auf eine Gruppe dickbäuchiger Männer triffst, die sich mit einer Art Rute genüsslich den Körper abpeitschen. Aber keine Sorge, die Herrschaften haben nichts Böses im Sinn. 😉 Was etwas schmerzhaft aussieht, ist eigentlich relativ harmlos und bewirkt lediglich eine zusätzliche Anregung der Blutzirkulation.

Mit dem Hut in die Sauna? Schon eine seltsame Vorstellung, komplett unbekleidet mit einem Filzhut auf dem Kopf in der Sauna zu sitzen. Was seltsam aussieht, soll deinen Kopf vor einer Überhitzung schützen und macht daher tatsächlich einen Sinn. Aber natürlich kannst du die Sauna auch einfach verlassen, wenn dir die Hitze zu Kopf steigt. Ein Hut in der Sauna ist schon wirklich eine Ausnahme.

Immer wieder liest man von verschiedenen Begriffen rund ums Saunieren und wenn man nicht bereits ein eingefleischter Saunagänger ist, fühlt man sich schnell von den verschiedenen Begrifflichkeiten überfordert. Daher möchten wir dir hier einen kleinen Überblick bieten.

Sauna

Als Sauna bezeichnet man die Grundform des Saunierens. Es gibt mittlerweile verschiedene Ausprägungen der Sauna, die sich zum Beispiel nach der Höhe der Temperatur oder der Luftfeuchtigkeit unterschieden.

Die klassische Sauna ist die finnische Sauna, in der Temperaturen zwischen 70 und 100 Grad herrschen. Der Aufenthalt sollte nicht länger als 20 Minuten dauern. Als Anfänger solltest du mit kurzen Aufenthalten von ca. 10 Minuten anfangen.

Dampfbad

Das Dampfbad ist eine Variante der Sauna. Die Temperatur beträgt hier nur höchstens 50 Grad, dafür ist die Luftfeuchtigkeit deutlicher höher. Es herrscht eine Feuchtigkeitsübersättigung, sodass sich in der Luft kleine Tröpfchen bilden.

Häufig kennen wir hierzulande auch den Begriff des Hammam. Dabei handelt es sich um die türkische Variante des Dampfbades.

Die gesundheitliche Wirkung ist in der klassischen Sauna und dem Dampfbad vergleichbar. Es kommt also ganz darauf an, was du angenehmer findest.

Sanarium, Biosauna oder feuchtes Warmluftbad

Im Sanarium (oder auch Biosauna bzw. feuchtes Warmluftbad genannt) herrschen Temperaturen zwischen 45 und 60 Grad bei einer Luftfeuchtigkeit von ca. 40-55 Prozent. Das Sanarium gilt daher als kreislaufschonender. Daher kannst du deinen Aufenthalt hier auch etwas länger gestalten als in der klassischen Sauna. Die Verweildauer sollte hier zwischen 15 und 30 Minuten betragen.

Zudem eignet sich die Biosauna daher auch besonders gut für Sauna-Einsteiger, ältere Menschen sowie Menschen mit Kreislaufproblemen.

Um den Aufenthalt noch wertvoller zu gestalten, wird häufig auch mit ätherischen Ölen oder einer speziellen Beleuchtung (Lichttherapie) gearbeitet.

Textilsauna

Wie der Name schon andeutet, wird in der Textilsauna im Gegensatz zu den anderen Saunen Badekleidung getragen. Diese Form der Sauna wird zwar heftig diskutiert, bietet sich aber an, wenn du dich unwohl fühlen solltest, die Sauna unbekleidet zu betreten.

Trockensauna

In der Trockensauna gibt es keine Aufgüsse, weswegen die Luftfeuchtigkeit geringer ist als in der klassischen Sauna. Zudem sind die Temperaturen meist höher.

Was erwartet dich bei einem Saunabesuch?

Da sich die Verhaltensregeln in der Sauna von Land zu Land stark unterscheiden können, konzentrieren wir uns auf die Gepflogenheiten in Deutschland. Solltest du in einem anderen Land saunieren wollen, empfiehlt es sich unbedingt, sich vorher über die örtlichen Verhaltensregeln zu informieren.

Eine Übersicht über die wichtigsten Verhaltensregeln in der Sauna sowie einige Tipps, die du bei einem Saunabesuch vor oder nach dem Sport beachten solltest, haben wir übrigens in unserem Artikel “Sauna – Verhaltensregeln und worauf Sportler achten sollten” zusammengestellt. Bevor du in die Sauna gehst, solltest du diese Ratschläge auf jeden Fall beachten, damit es keine bösen Überraschungen gibt.

Unsere Tipps für deinen Saunabesuch

Vor dem Saunabesuch solltest du zunächst duschen und dich gründlich abtrocknen. Denn bevor du in die Sauna gehst, sollte deine Haut trocken sein, um das Schwitzen zu erleichtern.

In der Sauna findest du meist zwei Sitzbänke, die übereinander angeordnet sind. Als Anfänger solltest du unbedingt die untere Bank wählen, da die Hitze nach oben steigt und es somit auf den oberen Reihen deutlich heißer werden kann.

Wie bereits oben beschrieben, betrittst du die Sauna in der Regel unbekleidet. Ausnahme ist die Textilsauna. Ein großes Handtuch, auf das du dich setzen oder legen kannst sowie Badelatschen gehören zur Standardausstattung und sollten auf keinen Fall fehlen. Ein kleines Handtuch zum Abwischen des Schweißes empfiehlt sich ebenfalls.

In regelmäßigen Abständen erfolgt der Aufguss. Dabei wird Wasser über die heißen Steine des Ofens geschüttet und der entstehende Wasserdampf im Raum verteilt. Solltest du bereits empfindlich auf die Hitze reagieren, solltest du während des Aufgusses auf jeden Fall auf eine der unteren Bänke wechseln oder die Sauna verlassen.

Die Dauer des Aufenthalts variiert je nach Sauna und Erfahrung. Als Sauna-Einsteiger solltest du es auf jeden Fall langsam angehen und die Sauna sofort verlassen, wenn du dich nicht wohlfühlst oder der Sauna-Aufenthalt zum Krampf wird. Falscher Ehrgeiz ist in der Sauna nämlich nicht angebracht und macht die positiven Effekte der Sauna wieder zunichte.

Nach dem Saunagang folgt eine kurze Abkühlungsphase an der frischen Luft, um deine Atemwege wieder abzukühlen.

Erst wenn du dich an der frischen Luft etwas abgekühlt hast, erfolgt ein kaltes Abduschen des Schweißes. Danach geht’s in ein kaltes Bad, um die Körpertemperatur wieder zu senken. Dafür steht dir entweder eine kalte Dusche oder auch ein Becken zur Verfügung. Bietet sich die Möglichkeit, nutzen viele auch einen Sprung in den nahegelegenen See oder Fluss oder wälzen sich im Schnee.

Anschließend soll dein Körper wieder zur Ruhe kommen. Daher geht’s erst einmal zur Erholung in einen Ruheraum. Häufig kannst du hier auch warme Fußbäder nehmen, diese unterstützen die Abkühlphase und wirken dem Nachschwitzen entgegen. Deine Ruhephase sollte etwa so lange dauern wie dein Saunagang.

Ist dein Körper wieder zur Ruhe gekommen und hat sich abgekühlt, beginnt die nächste Runde. Insgesamt werden 2 bis 3 Runden empfohlen.

Hast du bereits Sauna-Erfahrungen gesammelt und bist der Meinung, wir sollten noch den einen oder anderen Ratschlag aufnehmen, freuen wir uns über deine Anregungen in den Kommentaren.

Bildnachweis: ©Depositphotos_Jim_Filim

Hinweis: Das Informationsangebot auf Daytraining.de rund um die Gesundheit dient ausschließlich der Information und ersetzt nicht eine persönliche Beratung, Untersuchung oder Diagnose durch einen approbierten Arzt. Die von uns zur Verfügung gestellten Inhalte können und dürfen nicht zur Erstellung eigenständiger Diagnosen und/oder einer Eigenmedikation verwendet werden. Beachten bitte auch den Haftungsausschluss.

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