Stress abbauen durch Sport

Stress abbauen durch Sport – Geht das wirklich?

Stress abbauen durch Sport

Der Tag war lang und du spürst immer noch das Adrenalin durch Deine Adern rauschen. Doch hast du dich überwunden, noch ein kleines Training einzuschieben, verfliegt der Stress wie von allein. Schon nach ein paar Minuten Bewegung fühlst du dich leichter, der Druck lässt nach.

Sport ist ein wahrer Alleskönner und hilft dir unter anderem, Stress zu bewältigen. Denn er leert den Kopf und bringt körperliche Entspannungsprogramme ins Laufen. Wer einmal die Erfahrung gemacht hat, wie sehr Sport beim Abbau von Stress helfen kann, möchte gar nicht mehr darauf verzichten.

Wenn du noch nie versucht hast, deinen Stress beim Training abzuschütteln oder vielleicht bisher keine Entspannung nach dem Training verspürt hast, möchten wir dir heute ein paar grundlegende Tipps geben, wie auch du deine Sporteinheit als Stresskiller in deinen Alltag einbauen kannst.

Negativer Stress macht krank

Es gibt zwei Arten von Stress. Der eine regt an und hilft, Herausforderungen zu bewältigen. Ist die Arbeit getan, so stellt sich Befriedigung ein und die Anstrengung kann sofort in Ruhe und Entspannung übergehen.

Gibt es jedoch über längere Zeit so viel zu tun, dass der Kopf ständig nach Lösungen sucht, so stellt sich ein Stressniveau ein, das belastet und nicht mehr fördert. Der Körper produziert ununterbrochen Aktivitätshormone wie Adrenalin und Cortisol, es gibt kaum noch Entspannungszeiten.

Auf die Dauer führt dies dazu, dass unter ständiger Anspannung der Blutdruck steigt, der Schlaf nicht mehr erholsam ist und ständig ein Gefühl der Erschöpfung vorherrscht.

Körperliche Bewegung jedoch kann die Ausschüttung von Stresshormone regulieren und trägt auf diese Weise dazu bei, dass Erholungsphasen auch in hektischen Zeiten möglich sind.

Flucht oder Kampf?

Auf Herausforderungen und Gefahren reagierten Menschen in der Vergangenheit mit körperlicher Betätigung. So regte ein angreifender Wolf beispielsweise zur Flucht oder zum Kampf an.

Auch heute noch stellt uns unser Hormonsystem alles zur Verfügung, was wir für rasches, kraftvolles Handeln brauchen. Doch körperliche Aktivität ist im heutigen Berufsleben kaum noch gefragt. So sammeln sich die einst lebenswichtigen Substanzen an und lösen schließlich sogar Krankheiten aus.

Wie Sport Stress abbaut

Doch glücklicherweise ist unser Körper nach wie vor in der Lage, Stresshormone durch Bewegung einfach abzubauen. Und hier kommt der Sport ins Spiel.

Nach einem langen, anstrengenden Tag hilft bereits eine halbe Stunde Bewegung, um die Gedanken zu klären und Stresshormone abzubauen. Der Cortisolspiegel normalisiert sich, dafür schüttet der Körper Endorphine aus, die Wohlgefühl erzeugen.

Beim Stress abbauen durch Sport gilt: Weniger ist mehr

Dabei ist darauf zu achten, dass der Sport nicht zu fordernd ist, da dein Körper so dazu verleitet wird, weitere Stresshormone auf- statt abzubauen. Schlägt der Sport also in körperlichen Stress um, wird das Ziel verfehlt und im Gegenteil die im Körper vorhandenen Stresshormone noch erhöht.

Die ideale Sportart für den Stressabbau bringt dich ins Schwitzen, ohne dich unter Druck zu setzen. Bestzeiten zu trainieren eignet sich hingegen nicht zur Entspannung.

Welcher Sport eignet sich zum Stressabbau?

Laufe eine halbe Stunde in deinem eigenen Tempo durch den Wald oder suche dir eine Strecke zum Nordic Walking, die du leicht nach der Arbeit erreichen kannst. Schwimmen oder radeln lässt die Wohlfühlhormone genauso fließen, wie die körperzentrierten Übungen des Yoga oder Qigong. Auch das Training an der frischen Luft kann dir zusätzlich helfen, Stress abzubauen.

Deine Muskeln werden bewegt und beansprucht, wodurch sich die Durchblutung verbessert. Verspannungen und Schmerzen werden gemindert. Erschöpfungsgefühle weichen Wohlbefinden oder gesunder Müdigkeit.

An- und Entspannung regulieren

Bist du es gewöhnt, nach der Arbeit auf dem Sofa Entspannung zu suchen, solltest du zunächst mit einer langsamen sportlichen Betätigung beginnen. Es geht nicht um Höchstleistungen, sondern darum, zu lernen, aus der körperlichen und geistigen Anspannung in die Bewegung und schließlich in die Entspannung zu gehen.

Sanftes Training ist dafür viel besser geeignet als straffe Fitnesspläne. Fange mit langsamen Bewegungen an. Konzentriere dich auf die Arbeit der Muskeln und spüre die wechselnden Spannungen. Das bringt Deine Gedanken weg vom Alltagsgeschehen und direkt in Deinen Körper.

Was machst du, um nach einem stressigen Tag Entspannung zu finden? Wir freuen uns, wenn du deine Erfahrungen und Tipps mit uns in den Kommentaren teilst.

Bildnachweis: ©Depositphotos_aremafoto

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