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9 Tipps, wie Du Seitenstechen vorbeugst und was Du dagegen tun kannst

Du hast das bestimmt auch schon erlebt. Du bist gerade mitten auf Deiner Jogging-Runde und plötzlich spürst Du ein heftiges Stechen unter dem Rippenbogen. Jeder Atemzug und jeder Schritt tut weh und an ein entspanntes Weiterlaufen ist erst einmal nicht mehr zu denken.

Das lästige Seitenstechen hat sicherlich jeden von uns schon einmal erwischt. Doch so unangenehm das Stechen ist, so ungefährlich ist es zum Glück auch.

Woher kommt das Seitenstechen eigentlich?

Immer wieder hört man, dass die Seitenstiche durch eine falsche Atmung entstehen. Doch diese These wurde mittlerweile widerlegt. Allerdings ist der wahre Übeltäter nach wie vor nicht klar. Entgegen dem Mythos, die unangenehmen Symptome würden durch eine fehlerhafte Atmung entstehen, können auch innere Organe der Grund dafür sein.

Welche möglichen Ursachen für das Seitenstechen gibt es?

Da häufig Langläufer von den fiesen Stichen betroffen sind, vermuten Wissenschaftler unter anderem, dass Leber und Milz das Zwerchfell beim Laufen belasten können, indem sie eine Art Zug auf die stützenden Bänder des Organs ausüben und so das Ziehen verursachen.

Eine andere These besagt, dass das Zwerchfell bei einigen Menschen nur unzureichend durchblutet und so mit Sauerstoff unterversorgt wird. Dies könnte ebenfalls das unangenehme Stechen verursachen.

Aber auch körperliche Fehlhaltungen, die Du bereits grundsätzlich hast und die beim Laufen noch verstärkt werden, aber auch Fehlhaltungen die Du beim Sport einnimmst, gelten als mögliche Verursacher der Seitenstiche.

So unklar die Ursache für das Seitenstechen ist, so klar ist es aber, dass die Schmerzen unabhängig vom Alter auftreten und dies daher bei der Ursachenforschung keine Rolle spielt.

Vielmehr werden eine unzureichende Flüssigkeitszufuhr, ein fehlerhaftes Warm-up sowie eine schwache Bauchmuskulatur als Quellen der stechender Schmerzen gesehen.

Was kannst Du bei Seitenstechen tun?

Pause machen

Nach Möglichkeit solltest Du Deine Aktivität unterbrechen, da sich die stechenden, oftmals krampfartigen Schmerzen mit zunehmender Belastung verstärken können.

Bewusst atmen

Versuche ruhig und bewusst ein- und auszuatmen. Durch ein Spitzen der Lippen kann das Volumen des Atems sogar vergrößert werden, sodass Deinem Körper noch mehr Sauerstoff zur Verfügung steht. Vielleicht hilft es Dir auch, die Arme dabei über den Kopf zu heben und Deinen Oberkörper so ein wenig aufzurichten.

Bauchmuskeln anspannen

Ein weiterer Trick ist das Vorbeugen des Oberkörpers, bevor die Bauchmuskeln für einige Sekunden bewusst angespannt werden.

Hand auflegen

Du kannst auch probieren, Deine Hand auf die schmerzende Stelle zu legen und den Bauch leicht zu massieren.

Faust machen

Viele behaupten, dass das Seitenstechen sich verringert, wenn sie auf der betroffenen Seite eine Faust ballen.

Laufrhythmus anpassen

Ist eine Pause, wie es beispielsweise in einem Wettkampf, nicht möglich, solltest Du versuchen, in dem Moment auszuatmen, wenn das Bein der nicht betroffenen Seite den Boden berührt.

Haben die Schmerzen wieder nachgelassen, kannst Du in Deiner gewohnten Trainingsintensität weitertrainieren.

Wenn Du Dir nicht sicher bist, wie Du Deine Trainingsintensität, Deinen Maximalpuls oder auch Deine optimale Herzfrequenz zum Fettverbrennen findest, dann empfehle ich Dir unseren Artikel “Gibt es einen optimalen Puls zur Fettverbrennung?“.

Wie kannst Du dem Seitenstechen vorbeugen?

In den Bauch atmen

Grundsätzlich solltest Du beim Laufen auf eine tiefe Bauchatmung achten und eine oberflächliche Brustkorb-Atmung vermeiden.

Nur leichte Kost vor dem Sport

Vor dem Sport solltest Du nur eine leichte Kost zu Dir nehmen. Das Essen liegt Dir dann nicht vor dem Magen und ist weitaus besser verdaulich als fett- und ballaststoffreiche Lebensmittel, die schwer im Magen liegen und ein Seitenstechen begünstigen.

Kleine Schritte beim Bergablaufen

Bergab solltest Du in kleineren Schritten laufen, weil ruckartige Bewegungen eine Ursache für die beißenden Schmerzen sein können.

Wie bereits oben geschrieben, sind Seitenstiche zwar unangenehm, jedoch keinesfalls gefährlich. Also keine Sorge, wenn es das nächste Mal während des Sports zieht und brennt.

Wenn Du diese Tipps beherzigst, kannst Du dem fiesen Seitenstechen das nächste Mal hoffentlich vorbeugen. Und sollte es Dich dennoch erwischen, weißt Du ja nun auch, wie Du Dir helfen kannst.

Hast Du noch weitere Tipps gegen Seitenstiche? Dann teile sie doch mit uns in den Kommentaren. Wir freuen uns darauf!

Bildnachweis: ©Depositphotos_mindof

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